Ein Freund arbeitet gerade an einer Musik-Doku und hat in die Runde gefragt, welche wir so empfehlen. Perfekte Gelegenheit, um meine absoluten Highlights aufzulisten.
The Sound of Belgium
Bevor ich den Film gesehen habe, dachte ich, dass ich ganz gut über die Techno-Geschichte Bescheid weiss. Ich wusste zwar, dass aus Belgien eine sehr aktive Szene kommt aber ich habe nicht ansatzweise geahnt wie besonders die Szene ist. Der Film ist voller inspirierender Persönlichkeiten und schönem Archivmaterial und vermittelt ein tolles Gefühl von einer Zeit in der man gerne dabei gewesen wäre. Wenn du den Film schaust und er dir gefällt, bleib noch bis zum Abspann dran: Walter Hus’ Orgel-Remix von Push’s Universal Nation war für mich neben dem Film selbst eines des Highlights. Super schön (und wenn du nur eine Doku aus dieser Liste schaust, dann bitte diese).
Drum & Bass: The Movement – A D&B Documentary
Wurde mir irgendwann in den YouTube-Feed gespült. Drum&Bass Arena haben wirklich alle zusammengetrommelt und erzählen die Geschichte von DnB chronologisch. Schön finde ich, wie neben Legenden wie Goldie auch die jüngeren Vertreter:innen zu Wort kommen und niemand einen Hehl aus den damaligen Konflikten macht. Toll geschnitten auch. Die 84min vergehen wie im Flug.
Bazooka Tooth
Die Niederländerin Sarah Vos hat eine wunderbare, kurze Doku über das Label Definitive Jux und die Künstler Aesop Rock, Vast Aire und El-P gedreht. Absolutes Muss für Leute die HipHop mögen. Hier die Links zu Teil 2 und Teil 3.
Just for Kicks
Nicht wirklich eine Musik-Doku aber Sneakerkultur ist tief mit Musik verbandelt und deshalb kommt sie in diese Liste. Just for Kicks hat mich damals echt fasziniert, tolle Charaktere, viel Hintergrundwissen und schöne Machart mit viel Humor. Ich bin mir sicher, die Macher der Doku hätten auch was über Blumenkohl machen können und es wäre ähnlich unterhaltsam geworden.
Sigur Ros – Heima
Ich bin gar nicht so der Sigur Ros – Kenner, deshalb kann ich nicht viel dazu schreiben aber falls du den Film noch nicht gesehen hast: gute Reise.
Feiern – Don’t forget to go home
Maja Classen hat mit ihrem Film die absolute Peak-Time der Berliner Clubkultur eingefroren. Ich habe zu der Zeit in Berlin gelebt und mochte den Film damals schon, weil er ein sehr realistisches Porträt von dieser Zeit zeichnet. Minimal war riesengroß und DJs wie Ricardo Villalobos, André Galluzzi und Ewan Pearson, die auch im Film zu Wort kommen, haben den Sound dieser Zeit geprägt. 19 unaufgeregte Gespräche mit DJs, Türstehern, Tänzern und Barleuten.
Falls mir noch mehr Filme einfallen, werd ich sie ergänzen. Aber das hier sind die, die bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben und die ich immer und immer wieder schauen könnte.
Und teilweise sind diese Filme auch daran schuld, dass ich selber den Weg zum Dokumentarfilm eingeschlagen habe (Fehler lol). Bei diesem hier habe ich meine Karriere als Schnittassistenz angefangen: