13 Jan 2026 DIY

Welche iPods lassen sich am besten modden?

Mein alter iPod der 6. Generation ist mir über die Jahre viel zu sehr ans Herz gewachsen und ich habe wirklich keine Lust auf Experimente, mit denen ich mir das Gerät zerschießen könnte. Das Ding hat mich zur Schule und zu meinen ersten Jobs begleitet und für mich die Rolle eines Seelsorgers eingenommen. Sorry, häng ich halt dran. Zumal der iPod noch astrein funktioniert. Wer sich also nur einen iPod zulegen und nicht verbasteln will: die Dinger laufen super und beim Kauf solltet ihr nur darauf achten, dass der Akku noch eine gute Restkapazität hat.

Nun bin ich aber tief ins Hasenloch gefallen und es ist keine Option mehr, mich mit meinem iPod zufrieden zu geben.
Ich will den Modding-Spaß.

Was habe ich vor? Mein iPod-Mod soll einen neuen Akku bekommen, einen SD-Karten Adapter, das alternative Betriebssystem Rockbox und (fast das Wichtigste): eine freche, transparente Hülle.

Warum Rockbox? Rockbox ermöglicht als alternatives Betriebssystem, den iPod wie einen normalen MP3 Player auf Dateiebene zu bespielen, man muss also keine Umwege über iTunes machen. Außerdem gibt es verschiedene Themes und wenn ich das Ding schon von aussen nach meinen Wünschen umbaue, dann soll das Menü auch anders aussehen.

Welche iPods eignen sich am besten für solche Späße?

All das, was ich vorhabe funktioniert nur mit den normalen iPods (später auch iPod classic genannt). Der heilige Gral wäre die Generation 5.5 mit 60GB Festplattenspeicher. Diese hat mehr RAM als die 30GB Version und sie hat den beliebten Wolfson DAC. Der Wolfson DAC wird oft für seinen besonders guten Sound gepriesen – noch habe ich keinen Vergleich aber meiner Meinung nach klingt der DAC im iPod der 6. Generation ebenfalls fantastisch und besser als jedes iPhone.

Der größere RAM der 60GB Version sorgt dafür, dass man ungefähr 50.000 Tracks auf dem iPod speichern kann ohne dass er sich verschluckt. Ist also wichtig für alle, die wirklich viel unterbringen wollen und eine große SD Karte oder gar SSD einbauen wollen. Außerdem lassen sich iPods der 5. Generation, also auch der iPod 5.5 wesentlich leichter öffnen, als die späteren Geräte. Wie zu erwarten ist besagter iPod 5.5 mit 60GB ziemlich teuer und kam für mich als Experiment nicht in Frage. Ich habe mich für einen iPod der 5. Generation mit 30GB Festplatte entschieden. Der RAM in der 30GB Version reicht aus um etwa 25.000 tracks abzuspeichern. Ich hör eh nur die Playlist mit Arpanet und Dopplereffekt. Für mich reichts.

Wer etwas geschickter ist, kann aber auch gut auf Geräte der 6. und 7. Generation zurückgreifen. Die lassen sich sehr ähnlich modden wie ein iPod der 5. Generation, sind allerdings etwas schwerer zu öffnen und weil sie standardmässig zwischen 80 und 160GB Festplatten verbaut haben, sind sie auch nicht so günstig zu bekommen.

Wer noch geschickter ist und viel Erfahrung mit dem Lötkolben hat, kann seinen iPod sogar auf Bluetooth und USB-C umrüsten. Wie gut dann noch der Sound ist, der am Kopfhörer ankommt, weiß ich nicht aber ich will es nicht unerwähnt lassen.

Eine super Alternative, die sich offenbar recht leicht öffnen und modifizieren lässt ist übrigens der iPod Mini der 2. Generation. Auch dafür gibt es andere Cases, SD-karten Adapter und Akkus.

Und wo finde ich die Tuningteile? Unter https://www.iflash.xyz findet ihr Adapter für die verschiedenen iPod Modelle, den neuen Akku habe ich bei iFixit bestellt und Hüllen findet man bei Aliexpress zum Beispiel.